Nochmal nass und positive Überraschungen
Tag 5 Der Ritt in den (nicht vorhandenen?) Sonnenuntergang
hat uns wiederum etwas ausgebremst,... wir hörten die ganze Nacht den Regen an die Dachfenster trommeln, und der hörte einfach nicht auf. Zum Glück hatten unsere Gastgeber die gleiche Absicht wie wir - beim Pferdesporthaus noch was einkaufen. Wie praktisch, so konnten wir noch einen notwendig gewordenen Lammfellgurt anschaffen, sonst wäre bald Schluss gewesen mit der Gurtlage, das zu-Fuß-Gehen macht bei langen Strecken anscheinend beim Gurt Probleme, müßte man möglicherweise immer den Gurt lockern, wenn man nicht oben sitzt? Ein Extra Paar Reithandschuhe war auch noch drin, weil ja immer eines nass ist.
Nochmals den Wetterbericht checken, aha, es soll am Nachmittag besser werden. So kamen wir dann noch in den Genuss eines leckeren Mittagessens, bevor wir dann unsere Tierchen aufsattelten. Was immer noch recht lange dauert, bis wir alles drauf haben, vergeht leicht eine Stunde. Angeblich kommt mit der Routine auch mal mehr Geschwindigkeit auf, aber so weit sind wir scheints noch nicht.
Erschwerend kam hinzu, dass der geplante Host uns leider absagen mußte. Auch die Telefonnummern, die wir bekamen, waren nicht hilfreich. Da faßten wir den Entschluss, mal aufs Geratewohl den nächsten Stall Luftlinie westwärts anzupeilen. Das Internet half; angerufen hatte ich, aber noch keine Antwort, da Montag Ruhetag. Da es nur ca 15 Kilometer waren, machten wir uns mutig aber entschlossen auf den Weg, irgendwo würden wir schon unterkommen. Das Wetter hatte ein Einsehen, es fiel so gut wie kein Tropfen während des Ritts. Schöne Wege führten uns über den Wald ohne jegliche Ortschaftsknödeleien über Land, wo wir nach einer Haflingerbegegnung auch das OK für unser Quartier erhielten, so ritten wir nach Gillöd ins Pferdeland, nördlich von Oberbirnbach, wo eine kleine Wiese mit Heu und Wasser auf unsere Vierbeiner wartete, bei - man staune - gelichtetem Himmel und surrealem Abendrot - und ein Platz im Stüberl über Nacht. Mit Sepp, dem Besitzer, wurde noch lange über Gott und die Welt geratscht, bis wir rechtschaffen müde auf unsere Matten fielen.
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