Durch die Wälder
Etappe 28
Der Morgen war erfüllt von emsigen Kinderlein, die alle alle ALLE! die Ponys grasen lassen wollten, nun gut, mit dieser Megabesetzung an
Pflegepersonal war es trotz Maximalausstattung (Zelt, Zaun, Schlafsack, Matte...) möglich, einigermaßen zeitig
loszukommen. Die Kinder hatten schon die Ponys geputzt und die waren schon satt
vom Grasen, hervorragend. Hildegard (möge die Heilige Hildegard sie allezeit
beschützen!) hatte mir inzwischen den nächsten Rastplatz vermittelt,
Verwandtschaft aus der Nachbarschaft. Die Kids durften alle mal auf Maja
reiten, und so tourte ich noch das erste Stück mit Begleitung durch die Fluren.
Es war mal wieder gut warm. Diesmal probierte ich es mit AIR-condition, bauchfrei. Nein, ich stell kein Foto rein.
Zum Glück wieder schattige Waldstücke. Trotzdem abartig warm für September.
Wir machten unsere Bekanntschaft mit Auf und Ab und Serpentinen im Wald – eigentlich fast wie daheim, nur noch etwas steiler, ein Vorgeschmack auf den Schwarzwald? Buchheim liegt doch glatt höher als Nebelberg, man möchts fast nicht glauben. So kratzten wir ein paar Mal die 800 m Seehöhe-Grenze. Saetas Insektenstich machte mir ein bisserl Sorge, der könnte mittlerweile schon schöner verheilt sein. Dickes Patch drauf, aber trotzdem blöd. Vor lauter Grasen kriegte ich den Bauchgurt auch nicht ins gewohnte Loch. Irgendwo im Wald machte sie sich mal unerlaubterweise solo auf die Socken, und trabte bergab los, nachdem ich erfolglos probiert hatte, sie vom Pferd aus am Strick zu erwischen, damit kann sie mich richtig auf die Palme bringen, jedesmal, wenn du glaubst, jetzt erwischst sie, taucht sie wieder ab…
Nach dieser Aktion fand sich der Packsattel dann kurz fast hinter den Ohren wieder. Tief ein- und ausatmen… abpacken, absatteln, neu richten, wieder gurten. Aufpacken. Grmpf. Vielleicht ist sie echt schon zu schlank geworden? Der Babyspeck ist jedenfalls weg. Die Schaufel mit dem Sackerl fürs Gackerl blieb heute übrigens eingepackt. Kein Ort zu durchreiten. Nur gestern in Beuron hatte ich sie gebraucht, direkt vors Pilgerbüro macht sichs vielleicht nicht so gut. Einer der Vorzüge von Saeta ist, sie kackt nur in der Pause. Da kann man sich dann schon drauf einstellen. (Außer, es dauert ihr zu lange bis zur Pause, dann macht sie selbständig eine…)
Gut durchgegart kam ich am Wenigsbronner Hof an und staunte nicht schlecht – es gab 90 Pferde zu bewundern. Schöne Warmblüter gibt’s da (und dass ich als eingefleischter Isifan so was sage, heißt schon was), Mütter mit Fohlen, Jungpferde etc. Heute schlief ich mal im Heu bzw. auf dem Heu. Sah zwar eher wie ein Doppelbett aus, aber das Zelt durfte jedenfalls in der Hülle bleiben.



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