Islandwetter
Die Gîte, die ich ganz alleine bewohnte, war genaugenommen vieel zu groß, aber trotzdem gemütlich gewesen, jedenfalls rettete der „gute“ Strom dort dem notebook das Leben, mir die Laune, und den heutigen Weg. Den ich diesmal dreimal eingeben musste, weil anfangs nix klappen wollte. Marc, der Besitzer, mühte sich nach Kräften, mir eine Unterkunft zu besorgen, was nicht so einfach war, aber nach etlichen Anrufen letztlich gelang. Zwar nur eine Etappe von knapp 20 Kilometern, aber besser als 14. Oder 50. Die schaffen wir nicht. Ich hoffe, Marc kann sich seinen Traum, den Jakobsweg zu reiten, auch bald erfüllen, aber für Pensionisten gilt halt wie überall: Keine Zeit! ;-)
Beim Aufsatteln kam stürmischer Wind samt Sprühschauern und Regenbogen auf, ich fühlte mich ans isländische (Sommer-)Wetter erinnert. Zu warm würde es heute mal nicht werden. Gut. Die Regen/Windjacke tat heute gute Dienste, und das zu Fuß gehen hatte heute auch eine wärmende Funktion.
Trotz Marscherleichterung war Saeta ein wenig „ziagad“ heute, gestern mußte ich sie wegen Packtaschentriangel schon mal schimpfen, kaum hat sie das erste Mal die kleineren Taschen drauf, muss sie sie auch schon schrappen. Hmpf. Immerhin nicht die neuen. Maja kriegte heute auch Schimpf, sie biss in Saetas Leucht- Vorderzeug. Ich weiß nicht, was sie da manchmal hat, aus heiterem Himmel fängt sie an, die Ausrüstung zu fressen. Grrmpf! Wenigstens geht’s noch. Die Sache mit der neuen Beladung ist auch noch nicht hundertprozentig ausgereift, kaum weiß man nach zwei Monaten mal, wo man was drin hat, ist nun wieder alles anders, und das Suchen beginnt von vorn.
Durch das leichtere Gewicht der kleineren Taschen bekommt die Oberlast jetzt manchmal Übergewicht, und dann heißts schnell wieder in die Mitte zurück ziehen und den Gurt spannen. Der wohl zu locker gewesen war.
Erkenntnis des Tages: Wer weniger dabei hat, muss den Gürtel enger schnallen... Mal sehen, vielleicht fällt mir da noch was Besseres ein.
Die Mädels trödelten heute ganz besonders rum und wollten nur Gras fressen, sie wußten wohl, dass wir nicht so weit hatten heute. Es erwartete sie aber auch eine Riesenwiese (normalerweise grasen da die Kühe), in die sie ihre Zähne dann sogleich vergruben, kaum dass wir – ungewöhnlich früh – in Le Bouchet Pilhac eintrafen. Für mich gabs dann eine „cabane“ mit kleinem Balkon, aus Holz, mit allem Drum und Dran, recht neu, zum Nachmittag auf dem Sofa Musik hören, yeah. Es begann nämlich auch noch zu regnen, da wars drinnen ganz besonders schön. Und. Es gab sogar WLAN. Wie versprochen, gibt’s jetzt auch gleich die Fotos nachgeliefert.
Nachtrag: Nicht alle, dazu müßte das WLAN bissl stärker sein...
Heute(Morgen?)



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