Helm(h)ut 2 bewährt sich

Der unobstige Obstgarten in der Gîte Communal

Castet Arrouy ist ein putziges Örtchen, wo man unterm Kirchenvordach abends noch ganz gechillt was essen gehen kann, der Wirt hat seinen Gastgarten einfach etwas erweitert :-)

Heute wurde mal getestet, wie es geht mit der Vollausstattung. Also Zaun und Zelt - aber immerhin alle sonstigen Sachen unter Dach, und kein Regen. Frühstück gabs auch, wie praktisch.

Allerdings, es feuchtelt halt in der Früh. Das mit dem Zelt abbauen und halbwegs trocken einpacken ist so eine Sache, das Mikrofasertuch muss die Vorarbeit leisten und die Luft den Rest. Schade nur, dass der leichte Wind vom Vorabend sich gänzlich verabschiedet hatte. Aber ich blieb unter zwei Stunden mit dem ganzen Gepacke, was für den erst dritten Tag gar nicht so schlecht ist. Langsam find ich wieder rein.

Das Wetter war bewölkt und weder zu warm noch zu kalt, ideal, und ich vertraute wieder dem „Flow“, ließ mich von den GR65 Markierungen leiten und hatte gar keinen Stress, weil Veronique von der Gîte mir auch schon ein Plätzchen ca. 20 km weiter reserviert hatte. Den genauen Ort lasse ich mir nach der Halbzeitpause immer schön von Gabi suchen, und habe dann auch gleich einen Wegweiser, nur dass ich nix verpasse, aber brauchen tu ichs nicht wirklich. Sehr angenehmes Reiten mit zwei hochmotivierten Damen, denen ich morgens noch ein paar Handvoll Feilmeier-Müsli gegönnt hatte mit Mineralfutter, vielleicht war das der Turbo. Kurz vor Lectoure machten wir Mittagspause, da fing es zu tröpfeln an. Noch unsicher, ob da mehr nachkommen würde, zog ich trotzdem die Regenhose an – weise Entscheidung. 

Nach Lectoure, einem netten Städtchen, wo ich durch die kleine Geschäfts- und Restaurantstraße hindurch ritt (ohne Hinterlassenschaften, nebenbei bemerkt), fing es nämlich ordentlich an zu regnen. Das Bundeswehrcape war gleich angezogen, und durfte sich bewähren, es ging die nächsten paar Kilometer recht nass dahin. Ausgerechnet dann mußten auch gleich die Batterien von Gabi gewechselt werden, und das auf der Hauptstraße. Mein holdes Ross war not amused, stehenzubleiben und ich auch nicht, vom feuchten Rumhantieren mit den Batteriesäckchen. Absteigen ist auch blöd, wenns regnet. Beim Müllplatz haben wirs dann geschafft. Danach ging es mal mehr, mal weniger nass weiter, und am Ziel kurz vor Marsolan hörte es wunderbarerweise auf, die Sonne kam raus. Grade recht, um die Sachen zu trocknen. Inclusive Zelt. Helmut Nr. 2, den ich mit gebügelten Kaffepackungen verstärkt und auf einen neuen Helm gepackt hatte, überstand die Dusche gut, keine Schlappen bisher. Trocknet mit den anderen Sachen vor sich hin.

Stéphanie, die Besitzerin, hat selber 4 Pferde und hier gabs alles, was das Ponyherz begehrt, Unterstand, Heu und Gras, da wußten sie zunächst selber nicht, wo anfangen. Wir hatten aber auch unterwegs wieder ein Luzernefeld gefunden, da machen wir immer Halt, die mögen sie einfach zu gerne, und brauchen sie wohl auch.

Die heißgeliebte Luzerne

 

 

Diesmal mit Dach und Zaun

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