Czech cowboyz

 

Frisch geruht machten wir uns an die nächste Etappe, die mal etwas kürzer ausfallen sollte. Allerdings hatte sie auch manche Tücken. Zunächst peilten wir Kaplice an, an dessen Nordrand wir uns an frischen Baustellen mit kreischenden Werkzeugen vorbei wagten. Die waren jedoch harmlos im Vergleich zu einer harmlos aussehenden Brücke nach einer Überquerung der Einfallstraße. Natürlich waren alle Ponys schon gut herüben, als die kleine Betonquerung über einen Graben urplötzlich ein Pony verschlang – so sah es jedenfalls aus… Da Panik schieben keine Alternative war, sammelten wir alle verfügbaren Kräfte, um die Ärmste aus ihrer misslichen Lage zu befreien. Wie immer halt, kommt in diesen Situationen der Engel des Tages und half uns Ponys halten, während der Rest dem Pony wieder auf die Beine half. Außer einer Nasenschramme nix passiert, gottlob. Möchte nicht daran denken, wie das mit einem weniger gechillten Pferd gewesen wäre. Hrynchen hingegen war gleich wieder am Gras fressen, von Schock keine Spur.

Wir dagegen brauchten ein kleines Verschnaufpäuschen… Doch weiter gings, relativ zügig, durch Waldwege – heute mit etwas mehr Höhenmetern, aber genauso lauschig wie die Vortage… Bei einem Pferdehof wurden wir gebeten, den Weg weiter links zu nehmen, rechts stand der Hengst… Kein Problem, das war sogar eine Abkürzung. Was wohl bei der Kreuzung mit den Arabären rausgekommen wäre? Das Wetter schlug sich auf die sonnige Seite, zum Glück nicht zu warm, und nach einer Pause im schönen Rozmital mussten wir noch einen Rücken erklimmen, um dann auf der anderen Seite erfreulich früh in Metlice einzulaufen, wo der Hausherr zwar bereits mit mir geschrieben, aber offenbar unsere Ankunft noch nicht ganz am Schirm hatte, was uns aber egal war, wir ließen derweil die Pferde in der Abendsonne grasen und wälzen im ehemaligen Reitplatz der Quarterhorse Ranch, wo sie sechs Boxen bezogen. Die Unterkunft, eine Wanderreitstation im recht rustikal gehaltenen Jägerstil bot einen gemütlichen Essensplatz und fein warme Zimmer. Das Abendessen bestand aus selbst Gejagtem zum günstigen Tarif, wobei die Zimmerpreise eher Euro-Niveau hatten, was aber auch nicht teuer war.

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