Flott im flow

 

Für den zweiten Tag hatten wir uns viel vorgenommen – daher Tagwache um sechs, es wurde eh schon hell. Pferdchen füttern, nochmal Heu geben, Zweibeiner-Frühstück. Dann das Übliche – packen, wiegen, Pferde putzen und satteln, eigentlich sollte man meinen, dass seit gestern klar sein müsste, was genau wohin kommt, aber am Ende ist es dann doch immer wieder eine Herausforderung, alles so unterzubringen, wie es gestern war. Daher leider kein Zeitvorsprung zum Vortag, wir kamen gleich früh oder soll man sagen spät los. Heute warteten die Herausforderungen gleich am Anfang auf uns: die erste kam bald nach der Ruine Kollmitz auf uns zu: eine Bachquerung. Die lieben Tierchen wollten nicht gleich ins Wasser gehen, da stieg Kathi kurzerhand ab und führte sie durchs Wasser stapfend einfach darüber – mit dem Kommentar „kein Wanderritt ohne nasse Füße“ … ah ja… Wir anderen blieben zum Glück trocken, es gab eine Holzbrücke. Danach konnten wir wieder weiter durch den Wald.

Nach Querung der Thaya mussten wir am anderen Ufer wieder hochkraxeln – was wir den tapferen Ponys hauptsächlich überließen. Oben ging es über vielerlei Wege – davon heute auch etliche Wiesenwege – flott dahin, wir trabten heute mehr als gestern, als die Truppe noch nicht eingespielt gewesen war. Zu früh zu viel Gas kann manchmal in die Hose gehen, das hatten wir gestern gespart. Dafür liefen sie heute wie am Schnürchen. Auch die Mittagspause verlief ohne Zwischenfälle.

Dafür gab es kartentechnisch Grund zur Klage, zwei der angepeilten Wege existierten schlichtweg nicht und es musste improvisiert werden, zum Glück fand der zuständige Wege-Heilige jeweils einen Ersatzweg. Nichts ist nervtötender als bei ohnehin schon strammem Programm auch noch Umwege gehen zu müssen und ganz doof ist dann noch, wenn die Ponys beim Rumstehen und umnavi-gieren noch ebenso -gieren, nämlich nach Gras. Immerhin fanden wir Auswege aus dem Dschungel und fielen nicht vom Glauben ab. Die Motivation bei den Ponys war auch gut, so dass wir unser Ziel, das Haus der Pferde in Langschwarza, zwar bereits im Dunkel, aber zeitig genug erreichten, dass wir eine – diesmal warme – Pizza bestellen konnten, und in die vergleichsweise luxuriösen Betten in mollig warmen Zimmern fallen.

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