Noch mal lang

 

Heute spielte uns die Zeitumstellung und die Pferdeunterbringung in die Karten. Zum einen tat uns das frühe Aufstehen so nicht weh, zum anderen gab es gefühlt früher Frühstück, und eine Stunde länger hell am Abend. Wir konnten bereits vor dem Frühstück die Pferde satteln, was super schnell ging, weil alle Sachen bereits vor Ort vor den Boxen waren. Die Zeit, die das Hin- und Herlaufen zwischen Gepäck und Ponys verbraucht, wird gern unterschätzt. Die fiel heute nicht sehr ins Gewicht. Wir kamen gut früh los und hatten auch zügiges Tempo drauf, obwohl fast nur im Schritt geritten wurde. Sowohl Rozmberk als auch Vyssi Brod konnten bei leisem Schneefall bewundert werden. Mein Sport kam heute nicht zu kurz, denn ich wollte nicht frieren auf dem Pferd. Also wurden die lieben Zausel nicht über Gebühr strapaziert, dafür wurde mir wenigstens warm beim Marschieren. Bis auf eine sumpfige Stelle am Anfang der Waldstrecke war die Gabsi-Führung heute tadellos, das bisschen nasse Schuhe war nicht tragisch und mit Wollsocken erträglich. (Kein Wanderritt ohne nasse Füße, wir erinnern uns). Bis auf 900 Höhenmeter ging es hinauf, und erstaunlicherweise trafen wir sogar einige Wanderer im Sumava-Naturpark, die es bei dem Wetter, das wahrhaftig nicht das frühlingshafteste war, hierher verschlug.

 Zwei Spezialeinlagen gab es heute doch von den Ponys, einmal meinte Elli, dass es ihr nun reiche mit dem A…gebeiße ihrer Erzfeindin, so dass sie empört den Rückweg einschlug. Die Zeit bis zur Einsicht, bis Kathi wieder mit ihr im Schlepp zurückkam, erschien mir vielleicht nur wegen des Wetters lang… Stichwort lang: Die Strecke war irgendwie nicht kürzer zu planen gewesen, es kam einfach zu lange „nix“ auf der tschechischen Seite, so dass ich ein zwei Abschneider über die (Neben-)Straße nahm, damit unsere Hintern nicht zu platt würden. Der zweite Ausreißer kam von Smári, dem das Gras wohl wichtiger war als seine Herde, er brauchte ebenso eine Extra-Einladung. Wenigstens blieb das große Schwarze heute bei uns. Die hatte ihr Abhau-Budget schon voll. An die Grenze ins Mühlviertel hatten wir uns ein Abhol-Kommando bestellt, denn die Mitreiterin hatte ihr Frostbudget auch schon erfüllt, meinte sie, so konnte unsere Gastgeberin des heutigen Abends die letzte Strecke statt ihrer reiten. Und wir unsere Packtaschen loswerden. Rechtzeitig vor der Dämmerung konnten die Ponys ihr Separee genießen mit Heu UND einem Riesen-Sandkistl zum Wälzen.. Und wir unsere Spaghetti mit Gorgonzolasoße. Die lustigen Gespräche mit unseren Gastgebern sowieso auch.

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Heimfahrt

Verica, bitte melde dich!

da